Prävalenzstudie „Kinder in Deutschland – KiD 0-3“

zur Erfassungvon psychosozialen Belastungen und Frühen Hilfen in Familien mit 0-3-jährigen Kindern: Studiendesign und Analysepotential

Es ist eine seit langem bekannte und vielfach belegte Tatsache, dass familiäre psychosoziale Belastungen das Risiko für Kindesmisshandlung und –vernachlässigung sowie für Verzögerungen der kindlichen Entwicklung erhöhen. Was jedoch noch fehlt, sind verlässliche, repräsentative Daten zur Prävalenz von psychosozialen Belastungen in Familien mit kleinen Kindern in Deutschland.

Solche Daten werden dringend benötigt, da der bundesweite Auf- und Ausbau von Angeboten und Netzwerken Früher Hilfen mit politischen Initiativen auf allen föderalen Ebenen aktuell verstärkt vorangetrieben wird. Um die Hilfelandschaft effektiv zu gestalten, ist fundiertes Wissen um psychosoziale Belastungen von Familien kleiner Kinder dringend erforderlich. Nur so kann auf den Hilfe- und Unterstützungsbedarf von Familien – zum Wohle der Kinder – adäquat reagiert werden. Die Erforschung der Lebensbedingungen, in denen Säuglinge und Kleinkinder aufwachsen, stellt für die Forschung eine methodische Herausforderung dar, da psychosozial hochbelaste-te Familien eher schwierig für die Teilnahme an einer Studie zu gewinnen sind und die Fragen von den Studienteilnehmern potentiell als heikel wahrgenommen werden könnten. Die KiD 0-3 Prävalenzstudie wurde 2015 an Familien mit 0-3-jährigen Kindern durchgeführt und wird zum ersten mal einen systematischer Überblick über die Verteilung empirisch bestätigter Risikofaktoren in Deutschland geben.“*

*aus der Zusammenfassung der Studie

Zum Artikel
www.fruehehilfen.de

Kommentare