Alkohol und Familie:

Forschung und Forschungslücken

„Angehörige von Suchtkranken leben in einer besonders schwierigen Lebsnssituation: Sie leiden unter den Folgen der Sucht und werden oft noch für das Leiden ihres suchtkranken Partners (mit)verantwortlich gemacht.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Angehörige, die meist nicht unter der Intoxikationswirkung von Drogen stehen, stärker und bewusster in der Familie leiden als die betroffenen Suchtkranken selbst. Entsprechende Studien zeigen eine verstärkte psychosoziale Belastung bei Angehörigen von Suchtkranken (z.B. Moos et al., 1982). Obwohl eine erste wissenschaftliche Studie zur Situation der Angehörigen von Suchtkranken schon vor dem 1. Weltkrieg veröffentlicht worden war (Heron, 1912), wurde die Fachöffentlichkeit insgesamt erst spät auf die Situation der Angehörigen von Suchtkranken aufmerksam und die Wissenslage ist heute noch, wie die folgenden Ausführungen zeigen werden, recht defizitär.“*

*aus der Einleitung

Autor: Klein, Michael in:
Beitrag in: Kruse, G., Körkel, J. & Schmalz, U. Alkoholabhängigkeit erkennen und behandeln, S. 139-158

Schlagworte: Alkohol, Familie, Forschung, Forschungslücken, Angehörige, (Ehe)Partner, Partnerinteraktion, Zahlen, Co-Abhängigkeit, Belastungen, psychische Störungen, Hilfen, Symptome, Risiko, Alkoholembryopathie

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