Gesundheit von Mutter und Kind

Informationen für Multiplikator*innen

„Nikotin und Alkohol sind Zellgifte. Über die schädlichen Folgen ihrer Einnahme sind sich die Konsumenten mehr oder weniger im Klaren. Über die Folgen für das ungeborene Kind jedoch nur selten. Diese werden weitgehend tabuisiert.

In der Schwangerschaft konsumiert sind Alkohol und Nikotin für einen erheblichen Teil der Missbildungen und Entwicklungsstörungen des Neugeborenen verantwortlich. Der Plötzliche Kindstod (Sudden infant death – SID) ist trotz aller Anstrengungen in der Vergangenheit die häufigste einzelne Todesursache im Säuglingsalter. SID ist damit für einen großen Posten der Säuglingssterblichkeit verantwortlich. Sowohl die Raten für SID als auch die für Missbildungen sind in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen alarmierend hoch. Mit Kenntnis der Risikofaktoren und angesichts der guten Erfolgsaussichten bei ihrer Vermeidung ergibt sich die Notwendigkeit zum Handeln. Die neue Landesinitiative Gesundheit für Mutter und Kind hat sich zur Aufgabe gesetzt, Informationen über Risikofaktoren des SID und über die zerstörerischen Folgen des Nikotin- und Alkoholkonsums in der Schwangerschaft möglichst allen werdenden Eltern zugänglich zu machen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die widerspruchsfreie Aufklärung durch alle in der Betreuung Schwangerer involvierten Personen.“*

Autorinnen und Autoren: Hildegard Joch, Katja Buss, Volker Soditt
Hrsg.: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Schlagworte: Alkohol, Schwangerschaft, Praxis, Beratungsgrundlagen, Prävention, Beratungsangebote

*aus dem Inhalt

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www.praeventionskonzept.nrw.de

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