Diagnoseprävalenz psychischer Störungen

„Für Deutschland gibt es kaum aktuelle Schätzungen zur Prävalenz psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter. Ziel der Studie war es, aktuelle und bundesweit flächendeckende Zahlen zur Häufigkeit vertragsärztlich dokumentierter psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu ermitteln und die ärztliche Versorgung der Betroffenen im vertragsärztlichen Sektor zu charakterisieren.

Datengrundlage waren die bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten der Jahre 2009 bis 2017 für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Heranwachsende mit einer gesicherten F-Diagnose gemäß ICD-10-GM wurden selektiert. Es wurden sowohl die Gesamtheit aller psychischen Störungen als auch die häufigsten Störungsbilder untersucht. Verschiedene Falldefinitionen nach Anzahl der Quartale mit F-Diagnose wurden verwendet, um die Dauerhaftigkeit des individuellen Erkrankungsgeschehens abzubilden. Die Diagnoseprävalenz wurde als Anteil der Kinder und Jugendlichen mit entsprechender Falldefinition an allen Kindern und Jugendlichen pro Jahr gebildet, die in diesem Jahr mindestens einen Arzt- oder Psychotherapeutenkontakt hatten. Bei Kindern und Jugendlichen mit einer Diagnose in mindestens zwei Quartalen eines Jahres wurde untersucht, wie häufig Ärzte und Psychotherapeuten in Anspruch genommen wurden.“*

 

Autor*innen: Annika Steffen, Manas K. Akmatov, Jakob Holstiege, Jörg Bätzing

*aus dem Inhalt

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