Von Helden, Sündenböcken, Clowns

und unsichtbaren Kindern

Rollenmuster von Kindern aus Suchtfamilien 

„Sebastian ist ein Überflieger. Egal in welchem Fach, sein Finger ist fast immer der Erste, der in die Höhe schießt. Er ist clever, ehrgeizig und Klassenbester. Sebastian übernimmt Verantwortung, hilft gerne Klassenkameraden bei den Aufgaben. Seine Eltern sind mächtig stolz auf ihn. Er ist ein sehr reifer und ernster Junge, und oft hat er so einen traurigen Blick. Timo ist das Problemkind der Klasse. Er ist unkonzentriert und fahrig. In den Hofpausen prügelt er sich oft mit anderen Kindern. Mehrfach haben ihm Lehrer nach Prügeleien Messer abgenommen. Timo macht seine Hausaufgaben selten, und auch Schwänzerei ist bei ihm schon öfter vorgekommen. Vor Kurzem wurde er im Kaufhaus beim Klauen erwischt. Als sein Vater davon erfuhr, ist er ausgerastet und hat ihn windelweich geschlagen. Mit Timo kann man einfach nicht reden. Er blockt immer ab, hasst die Schule, die Lehrer – alle.“*

*aus dem Dokument 

Herausgeber*innen:  NACOA Deutschland/Henning Mielke 

 

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