Hilfe für Kinder aus sucht­belasteten Familien

Ein Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen

„Mehr als 2,6 Millionen Kinder in Deutschland leben mit Eltern zusammen, die alkoholabhängig sind. Dazu kommen ca. 40.000 bis 60.000 Kinder, deren Familien durch eine Abhängigkeitserkrankung im Zusammenhang mit psychoaktiven Drogen beeinträchtigt werden.

In besonderer Weise betroffen sind die schätzungsweise 3000 bis 4000 Kinder, die jedes Jahr in Deutschland mit schwerwiegenden Behinderungen geboren werden, die durch mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft bedingt sind (siehe Exkurs S. 19). Viele Kinder, die den Auswirkungen elterlichen Substanzmissbrauchs (Alkohol und andere Drogen) ausgesetzt sind, erleben zu Hause oftmals ein chaotisches Umfeld, in dem es ihnen an Beständigkeit, Stabilität und emotionalem Halt fehlt. Obwohl viele Kinder Resilienzen entwickeln und als Erwachsene ein produktives Leben führen können, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass etliche von ihnen Probleme im Umgang mit Drogen und bei der Entwicklung geeigneter Lebensbewältigungsstrategien entwickeln werden. Mediziner/innen haben oft langjährige Kontakte zur den Familien und genießen u. a. dadurch eine besondere Vertrauensstellung. Sie können daher auf positive Weise Einfluss nehmen.“

Hrsg.: Nacoa Deutschland – Interessensvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V.

*aus der Einleitung

Schlagworte: Fachkräfte, pädagogisches Material, Sucht, suchtbelastet, Familie, Hilfen

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