Kinder aus suchtbelasteten Familien

Broschüre der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

„Über drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland haben mindestens einen suchtkranken Elternteil. Damit geht oft einher, dass in der Familie die materiellen, aber auch emotionalen Bedürfnisse der Kinder nicht ausreichend erfüllt werden können. […] Das Gefühl der Hilflosigkeit und des Alleingelassenseins prägt ihren Alltag, verbunden mit der Befürchtung, dass andere ihr Familiengeheimnis entdecken könnten.
Sie brauchen unsere Unterstützung – weil sie die gleichen Chancen auf ein unbeschwertes Aufwachsen haben sollen wie andere Kinder und weil wir verhindern wollen, dass auch sie im späteren Leben eine Suchterkrankung entwickeln. Denn das Risiko dafür ist bei diesen Kindern besonders hoch.
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Hilfsangebote entstanden, die die Kinder in den Blick nehmen, aber auch die Familien als Ganzes stärken. Doch noch immer erreichen wir viele Kinder und ihre Eltern nicht. Hier müssen wir ansetzen. Pädagogische Fachkräfte, die täglich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, brauchen mehr Informationen, um den Hilfebedarf zu erkennen. Der Umgang mit den Kindern und ihren Eltern benötigt Handlungskompetenz.
Außerdem müssen die bestehenden Angebote besser ineinandergreifen. Dabei können Lotsen und Netzwerke helfen, die den fachlichen Austausch zwischen Fachkräften aus dem Erziehungs-, Gesundheits-, Suchthilfe- und Jugendhilfesystem fördern und die Angebote koordinieren. Die Kooperation zwischen den verschiedenen Hilfesystemen ist entscheidend für eine gelungene Unterstützung der ganzen Familie.“*

*aus dem Inhalt

Hrsg.: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung

www.drogenbeauftragte.de

Stand: Mai 2017

Zum Artikel
www.bundesgesundheitsministerium.de

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