Frühe Bindungsförderung: Projektbericht

Präventive und frühe Förderung der Bindungs- und Erziehungskompetenzen drogenabhängiger Mütter

Das Projekt „Präventive und frühe Förderung der Bindungs- und Erziehungs-kompetenzen drogenabhängiger Mütter“ des Aktionsplans Sucht NRW wurde vom 01. Juni 2016 bis 31. Mai 2019 in der Drogenberatungsstelle BELLA DONNA des Vereins zur Hilfe suchtmittelabhängiger Frauen Essen e. V. umgesetzt. Die Projektleitung erfolgte durch die Leiterin der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA.

Die Gesamtkonzeption des Projekts zur Förderung der Bindungs- und Erziehungskompetenzen drogenabhängiger Mütter wie auch die konzeptionelle Ausarbeitung der einzelnen Projektbausteine fußt auf bindungstheoretischen Grundannahmen sowie dem aktuellen Kenntnisstand zu den Förder- und Unterstützungsbedarfen der beiden Projektzielgruppen – drogenabhängige Mütter und Kinder in suchtbelasteten Familien.

Das Projekt beinhaltet die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation einer differenzierten Angebots-struktur für drogenabhängige Mütter und ihre Kinder. Zentrales Merkmal der Projektumsetzung ist die selektive Aufhebung der Komm-Struktur zugunsten einer Hol-Struktur für Mütter mit Säuglingen und Kleinkindern. Es setzt sich aus verschiedenen Modulen zusammen. Der Träger stellt darüber hinaus den Einsatz komplementärer Fachkräfte zur Verfügung.

Die gesamte Projektumsetzung ist an folgenden Projektzielen ausgerichtet:

  • Förderung der Bindungsqualität und Erziehungskompetenz drogenabhängiger Mütter, psychosoziale Stabilisierung und die Stärkung der Motivation zum Ausstieg aus der Drogenbindung;
  • Stärkung von Selbstwirksamkeit, Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit von Kindern drogenabhängiger Mütter als Beitrag zur Suchtprävention; Stärkung von Schutzfaktoren (Resilienz).
  • Hilfestellung der Mütter bei der Etablierung sozialer Hilfen für sich und ihr/e Kind(er), bei der Etablierung angemessener Handlungsstrategien im Alltag; Vermittlung von Grundlagenwissen zur kindlichen Entwicklung; Förderung realistischer Erwartungen hinsichtlich kindlichen Verhaltens.
  • Bindung der Mütter und Kinder an die Einrichtung als übergeordnetes Ziel, welches die Erreichung der übrigen Ziele unterstützt oder sogar bedingt.

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