Kölner Interventionsmodell zur Prävention

des Alkohol-und/oder Tabakkonsums in Schwangerschaft und Stillzeit

Projektbericht zum Kooperationsprojekt des Sozialdienst katholischer Frauen Köln e. V. und des Deutschen Instituts für Sucht-und Präventionsforschung der KatHO NRW (2014)

„Mit dem für den Kontext der Schwangerenberatung entwickelten Screeningbogenzeigten sich die Schwangeren bereit, über ihren Substanzkonsum in der Schwangerschaft Auskunft zu geben…

Im Beratungssetting wurde der Konsum zudem mittels motivierender Kurzinterventionen für die Beraterinnen besprechbar. So konnten die Schwangeren für eine Reflexion ihrer Verhaltensmuster, für Aufklärung und die Auseinandersetzung mit psychoedukativen Materialien erreicht werden. In der Beratung wurde deutlich, dass bei dem überwiegenden Teil der Schwangeren mit bedenklichem Konsum der Wunsch nach Veränderung vorhanden ist. Bei vielen fehlte das Wissen um die Gefährlichkeit von Alkohol- und Tabakkonsum. Sie glaubten oder hatten gehört, dass der Konsum von Alkohol in kleinen Mengen nicht schädlich sei. Andere, gerade rauchende Frauen berichteten, ihren Konsum reduziert zu haben, andere verwiesen darauf, man habe ihnen gesagt, der Entzug würde dem Kind eher schaden als nutzen. Die motivierenden Kurzinterventionen und der Screeningbogen machten so in der Beratung eine auf die individuelle Situation der Frauen abgestimmte Beratung möglich. Die Schwangeren konnten darin bestärkt werden, ihren Konsum weiter zu reduzieren, hatten Raum und Gelegenheit, ihre Sorge, ein schlechtes Gewissen oder Ängste zu formulieren oder wurden im einfachsten Fall darüber informiert, dass Alkohol immer schädlich ist und jede nicht gerauchte Zigarette der Gesundheit des Kindes nützt.“*

Autorinnen und Autoren: T. Hoff, B. Laux, B. Münzel, A. Rossenbach, H. Vinke
Das Projekt wurde durch das BMG (Bundesministerium für Gesundheit) gefördert.

*aus dem Projektbericht

Zum Artikel
www.bundesgesundheitsministerium.de

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